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Nümbrecht baut E-Mobilität aus

Klimaschutz und Mobilität – das muss immer mehr zusammengedacht werden...


Klimaschutz und Mobilität – das muss immer mehr zusammengedacht werden, denn der Verkehrssektor ist für rund ein Fünftel der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich und damit nach wie vor der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen. Dabei trägt der Straßenverkehr die Hauptlast. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, negative Auswirkungen auf die Umwelt, aber auch auf die menschliche Gesundheit zu reduzieren, muss der Verkehr nachhaltiger gestaltet werden. Dazu gehört unter anderem der Umstieg auf alternative klimafreundlichere Fahrzeugantriebe.

Daher fördert die Bundesregierung die Elektromobilität, genauer gesagt die Anschaffung von Elektrofahrzeugen und den Ausbau der hierfür notwendigen Ladeinfrastruktur. Kommunen in NRW können sich dies im Rahmen des „Programms für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energie- und Energiesparen (progres.nrw) – Programmbereich Emissionsarme Mobilität“ fördern lassen. Und die Gemeinde Nümbrecht hat es in Anspruch genommen.

„Anlass war die geplante Umstellung unserer Dienstfahrzeuge auf E-Mobilität, womit wir den ersten Schritt gehen den Fuhrpark der Gemeinde nach und nach umzurüsten“, erläutert Bürgermeister Hilko Redenius. So wurden die Anschaffung eines E-Autos der Marke Renault ZOE und zweier nicht öffentlich zugänglicher Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten vom Land NRW zu 40 bzw. 80 Prozent bezuschusst. Die Ladesäulen befinden sich auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus der Gemeinde Nümbrecht und konnten im Dezember 2021 in Betrieb genommen werden.

Um das öffentliche Ladenetz in der Gemeinde zu erweitern, wurde am selben Standort zusätzlich eine weitere Ladesäule eingerichtet. Die Finanzierung erfolgt zu 80 Prozent aus Fördermitteln des Programms „Ladeinfrastruktur vor Ort“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Diese Ladesäule steht allen Bürgerinnen und Bürger ab sofort zur Verfügung und ist als GWN Elektrotankstelle gekennzeichnet. Damit ist neben den Standorten an der GWN (Schulstraße 4) und am Lindchenweg die dritte öffentliche Elektrotankstelle der Gemeindewerke ans Netz gegangen. An ihr können zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden. Die Parkdauer beträgt maximal vier Stunden.

Für die Nutzung ist ein Vertrag bei der GWN abzuschließen. Mit einer Ladekarte der GWN oder per App lässt sich das Auto dann aufladen. Ein weiteres Plus: Die Gemeindewerke gehören dem Verbund „ladenetz.de“ an und so können Nutzerinnen und Nutzer auch europaweit Strom tanken. Ebenso können natürlich „auswärtige“ Nutzerinnen und Nutzer, die über andere Vertragsanbieter dem Verbund ladenetz.de angeschlossen sind, die Ladesäule in Anspruch nehmen. Weitere Informationen finden Sie unter gwn24.de/klimaumwelt/emobilitaet.

Daneben hat die Gemeinde schon das nächste Vorhaben im Blick: ein Car-Sharing-Angebot. Gemeinsam mit den Gemeindewerken sei man derzeit in Verhandlung mit der Car&RideSharing Community aus Overath, um mit zunächst drei E-Autos im Hauptort ein alternatives Mobilitätsangebot in Nümbrecht zu entwickeln, hieß es aus dem Rathaus.

 

J. Förster, K. Tuttlies, Bürgermeister H. Redenius, Dr. S. Opitz, L. Gran, S. Muth (von links)


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