Aktiv im Klimaschutz?

Was kann man im Haushalt tun, welchen Beitrag kann jeder Einzelne leisten?

Was ist wirklich sinnvoll? Lohnt sich eine eigene regenerative Energieerzeugung oder gar eine umfassende Haussanierung? 

Johannes Hericks
B. Eng. Energietechnik

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Erneuerbare Energien

Das erste Teilkonzept des Klimaschutzkonzepts der Gemeinde Nümbrecht beschäftigt sich mit dem Thema „Erneuerbare Energien“. 

In der Gemeinde gibt es unterschiedliche Potenziale zur Erzeugung von Strom und Wärme aus alternativen Energieformen. 

Zu diesen Potenzialen zählen unter anderem Biomasse, Solar, Wind- und Wasserkraft. Das größte Potenzial findet sich in der Solarenergie wieder, da sowohl Strom als auch Wärme damit erzeugt werden kann.

In der Gemeinde sind bis zu 25.000 MWh/a Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen möglich. Diese würden ca. 30% des gesamten Strombedarfs der Gemeinde (Stand 2011 bei 75.000 MWh/a) abdecken.

Dabei sind bis zum Jahr 2011 bereits ca. 2.900 MWh an Anlagenleistung installiert worden. Die größte nutzbare Fläche bieten hierbei private Haushalte, da die Anzahl an Großindustrie- und Gewerbegebäuden recht gering ist.  

Ein kleiner Teil der potenziell produzierbaren Solarstrommenge entfällt dabei auf kommunale Einrichtungen. 

Des Weiteren bieten sich, Stand 2011, Möglichkeiten zum Einsatz von Windkraftanlagen. Diese könnten bis zu 17 GWh/a an Strom produzieren und damit einen Teil des Gesamtstrombedarfs der Gemeinde decken (ca. 23 %).

Auch die Erzeugung von Strom aus Biomasse mittels BHKW beinhaltet ein Potenzial von ca. 8.200 MWh/a. 

Wärmeenergie ist eine weitere Möglichkeit der Nutzung erneuerbarer Energieträger. Dabei spielt vor allem die Wärmeerzeugung aus Biomasseträgern und aus der Solarenergie eine Rolle.

Die Erzeugung von Wärme aus Biomasse bietet dabei ein Potenzial von ca. 12.500 MWh/a. Damit könnten in etwa 6% des Gesamtwärmebedarfs von 183.000 MWh/a (Stand 2012) abgedeckt werden. Ein deutlich höheres Potenzial bietet der Einsatz von Solarthermie. Hier könnten 27.600 MWh/a, also ca. 15 % des gesamten Wärmebedarfs, abgedeckt werden. 

 

Integrierte Wärmenutzung

Das Teilkonzept „Intergierte Wärmenutzung“ sieht den Einsatz von „Wärmeinseln“ zur Einsparung von fossilen Energieträgern bei privaten Haushalten vor. Diese Nahwärmenetze sollen, beispielsweise mittels BHKW, mehrere Straßenzüge mit Wärme versorgen können. 

Gleichzeitig soll die energetische Sanierung der Privathaushalte im Bereich Wärme vorangetrieben werden.   

Dies steht bei der Wärmenutzung im Vordergrund, da ca. 75% des Gesamtwärmebedarfs der Gemeinde auf die privaten Haushalte entfallen.

Viele Wohngebäude in Nümbrecht sind vor 1978 erbaut worden und entsprechen damit nicht mehr den heutigen Standards, wenn diese nicht bereits energetisch saniert wurden. 

Allein durch den Austausch alter Heizanlagen, Fenster und einer zeitgemäßen Dämmung des Daches würden sich so pro Haus ca. 65 % Wärmebedarf einsparen lassen. Dabei zu beachten ist natürlich die unterschiedliche Umsetzbarkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen je Haus. 

Auch der Umstieg auf regenerative Wärmeerzeugung, z. B. Solarthermie, würde nicht nur Einsparungen im Bereich Privathaushalt bringen, sondern auch die CO2-Emissionen der Gemeinde weiter nachhaltig senken. 

 

Klimaschutz in den kommunalen Liegenschaften

In der Gemeinde Nümbrecht gibt es unterschiedliche Gebäude, welche zu den kommunalen Liegenschaften gehören. Dazu zählen hier das Rathaus, Schulen, Kindergärten, Feuerwehrgebäude und Dorfhäuser, sowie andere Einrichtungen, z.B. das „Haus der Kunst“. Der Strombedarf der kommunalen Liegenschaften lag im Jahr 2010 bei etwa 1%. Das entspricht in etwa einem Strombedarf von 750 MWh. Der Wärmebedarf dieser Gebäude lag im Jahr 2010 bei ca. 3% des Gesamtwärmebedarfs der Gemeinde. Das entspricht in etwa einem Wärmebedarf von 3.700 MWh.

Obwohl der Anteil am Gesamtverbrauch recht gering ist können energetische Sanierungen der kommunalen Liegenschaften zukünftig Einsparungen bei den Energiekosten bringen. Gleichzeitig dienen diese Sanierung als Vorreiter und Vorbilder für mögliche andere Umsetzungen, auch im privaten Bereich. Im Klimaschutzkonzept werden verschiedene Maßnahmen für verschiedene kommunale Gebäude aufgelistet. Unter anderem werden Austausch alter Dämmungen und weitere energetische Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Wie auch im privaten Bereich sollen energetische Maßnahmen im Energieerzeugungsbereich möglichst mit regenerativen Anlagentechniken durchgeführt werden, um nachhaltig den CO2-Ausstoß zu reduzieren.